Amputation – Abschied – Neuanfang

BrueckeDer Verlust eines Körperteils bedeutet für die Betroffenen nicht nur eine Einschränkung ihrer physischen Funktionstüchtigkeit, sondern zieht in der Regel auch Turbulenzen ihres Seelenlebens nach sich. Der spürbare (und sichtbare) Verlust beinhaltet in vielerlei Hinsicht ein Abschiednehmen.

 

Die Einschränkung der Beweglichkeit kann hinsichtlich Beruf, Sport, Hobby und anderen bis zur Amputation selbstverständlich erscheinenden Gewohnheiten gravierende Folgen haben. Jeder Betroffene reagiert in Abhängigkeit seiner Persönlichkeitsstruktur auf diesen Einschnitt seines Lebens mit individuellen Gefühlsregungen. Ängste, Wutgefühle, veränderte Wahrnehmung des Körper– und Selbstwertgefühls, Traurigkeit bis hin zur Depressivität sind in diesem Zusammenhang zu nennen.

 

Leider erfolgt in vielen Fällen nach Amputationserfahrung keine hinreichende psychologische Mit– bzw. Nachbetreuung. Dementsprechend fühlen sich viele Menschen in ihrer Gefühlswelt alleine gelassen. Etliche Fragen bleiben unbeantwortet und bahnen somit die Entwicklung einer chronischen Symptomatik (zum Beispiel auch Phantomschmerzen).

 

Im Rahmen eines Gruppenseminars soll die mit einer Amputation verknüpfte Trauerarbeit beleuchtet werden. Ziel soll es sein, den betroffenen Menschen eine Reflektion ihrer meist leidvollen Erfahrungen zu geben.  Es können Aspekte hinsichtlich einer Rückkehr zur individuellen „Normalität“ erarbeitet werden. Begleitend wird ein Abschiedsritual, das gemeinsam definiert werden kann, angeboten.

 

Die Gruppenseminare werden 8 Termine (ca. 1 1/2 Stunden pro Veranstaltung)  umfassen. Vorgesehen ist ein ca. 14-tägiger Rhythmus. Uhrzeit: 19.00—20.30 Uhr. Teilnehmerstärke max. 8 Personen. Die Leitung der Gruppe übernimmt ein niedergelassener Facharzt für Psychotherapie.

 

Bitte melden Sie sich telefonisch 040 645 81 13 63 oder per Email an, wenn Sie neu an diesem Kurs teilnehmen möchten.